Dankt den Verkäuferinnen und allen, die für uns im Einsatz sind!

Liebe Andernacherinnen und Andernacher,

wir müssen derzeit Einschnitte in unser Leben hinnehmen, die gravierend sind. Fast nichts ist mehr so wie noch vor vier Wochen. Kindergärten und Schulen geschlossen. Alles kulturelle und gesellschaftliche Leben steht still. Treffen mit Verwandten und Freunden, eine Umarmung, ein anerkennendes Händeschütteln – nicht mehr möglich. Und immer steht hinter allem die latente Angst, sich irgendwo anzustecken. Das alles trifft uns hart.

Doch denken wir in dieser Zeit ganz bewusst an die Menschen, die nicht zu Hause bleiben können, die dafür sorgen, dass unsere Versorgung – unser System – nicht zusammenbricht. Denken Sie an die Verkäuferinnen und Verkäufer in den Lebensmittelgeschäften und Supermärkten. Sie stehen an der Front. Sie müssen nicht nur ihre Arbeit verrichten, sondern bekommen auch die Not und Ängste der anderen Menschen hautnah zu spüren – teils noch ohne ausreichenden Schutz. Denken Sie an die Beschäftigten im Gesundheitssystem und in den Verwaltungen, an die Busfahrerinnen und Busfahrer – denken Sie an alle, die in dieser schweren Zeit für uns im Einsatz sind. Schenken Sie Ihnen ein Lächeln, ein Wort des Danks. Diese Menschen leisten Unglaubliches!

Bedanken möchte ich mich aber auch bei Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ihre Vernunft und Einsicht, die geltenden Regeln zu befolgen, ist vorbildlich. Bitte behalten Sie diese Einstellung bei. Wir alle wissen nicht, wie lange der Weg durch diese schwere Zeit noch wird.

Apropos Weg: Am vergangenen Wochenende kamen die Menschen teils von weit her – sogar aus dem benachbarten Ausland – um auf unseren Traumpfaden und Traumpfädchen zu wandern. Die Parkplätze waren überfüllt. Das ist nicht mit der momentanen Situation vereinbar. Ich appelliere an alle: Nutzen Sie Wander- und Freizeitmöglichkeiten vor Ihrer Haustür. Fahren Sie nicht in andere Gebiete und Regionen. Und bitte: Halten Sie Abstand – auch in Wald und Flur.     

Wir Andernacher leben zusammen, wir Andernacher halten zusammen. So schaffen wir die Krise MIT ABSTAND am besten.

Bleibt gesund!

Euer

Achim Hütten