Liebe Andernacherinnen und Andernacher,

die Tage werden länger, das Wetter schöner, und die Natur blüht richtig auf. Herrliche Sonnentage und Ostern stehen vor der Tür. Doch anstatt Ausflugspläne zu schmieden, Familienfeiern vorzubereiten, sich auf die ersten Biergartenbesuche zu freuen oder gar einen Kurzurlaub anzutreten, müssen wir uns auf weitere Wochen des Verzichts einstellen. Auch wenn einige Experten ein Licht am Ende des Tunnels sehen und von sinkenden Steigerungsraten bei den Neuinfektionen sprechen, so reden wir immer noch Steigerungen – weder von Stillstand und schon gar nicht von einem Rückgang. Deshalb müssen die tiefen Einschnitte in unser Leben zwingend weiter aufrecht erhalten bleiben. Mit jedem Tag, an dem die stringenten Regeln andauern, verlieren aber auch mehr und mehr Menschen verständlicherweise die Geduld, die Einsicht und manchmal die Nerven. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir müssen solidarisch bleiben. Seid nachsichtig! Nehmt Rücksicht! Haltet Abstand! Wir können nicht umkehren. Wir gehen weiter und gewinnen.

Sicherlich haben Sie schon mitbekommen, dass wir an den kommenden Wochenenden – auch über Ostern – die Parkplätze am Traumpfad „Höhlen- und Schluchtensteig“ sperren und dies auch kontrollieren werden. Wir haben diese Nachricht an die Medien vor allem in Nordrhein-Westfalen weitergegeben. Wir dürfen es nicht zulassen, dass in diesen Zeiten Menschen von weit her zu uns reisen und damit das Ansteckungsrisiko auch für uns erhöhen – wie es leider während vergangener Wochenenden der Fall war. Das Sperren der Parkplätze dient dazu, den Massenansturm auf den Traumpfad zu verhindern. Der Weg selbst bleiben für Einzelwanderer und Jogger geöffnet. Auch die Straße zum Traumpfädchen auf dem Krahnenberg werden wir wieder so beschildern, dass eine touristische Nutzung derzeit nicht möglich ist. Wir befinden uns damit im Einklang mit der Bundeskanzlerin, möglichst keine Ausflüge zu unternehmen.

Ich wünsche uns allen, dass bald wieder andere Themen unseren Alltag bestimmen – vor allem, dass wir uns wieder treffen und gemeinsam etwas unternehmen können, dass die Geschäfte wieder öffnen – kurzum: dass das Leben wieder regiert. Bis es aber so weit ist – besser gesagt – damit es wieder so weit kommt, müssen wir uns noch zusammenreißen.

Wir Andernacher leben zusammen, wir Andernacher halten zusammen. So meistern wir die Krise MIT ABSTAND am besten.

Haltet durch und bleibt gesund!

Euer

Achim Hütten